Archiv der Kategorie 'Ursa'

die Schauspielerin

Mittwoch, den 20. Januar 2010

 
sie liebt das Theater
ist das Gewand
in das sie sich
spielend kleidet
ist das Wort
was sich trügerisch echt
aus ihrem Munde
entfernt
ist die Stunde
der berührenden Silben

wat -te-wölk-chen-weich
sta-chel-draht-hart
sie ist die Souffleuse

die im Monolog
die Unsterblichkeit
der Liebe beschwört
und
im Fallen des Vorhangs
trennen sich ihre
gespielten Ich´s
vom eigenen
ohne sie jemals
ganz zu verlassen
denn
SIE IST
DAS THEATER
.
(c) Ursa

 

Tag - Gedanken

Mittwoch, den 5. August 2009

wachsen wollte ich
in alle Ufer dieser Welt
wollte das Herz
der Erde sein
wollte Wolke werden
und Regentropfen
Regenbogen spielen
doch niemals allein
wollte tanzen mit dem Wind
mit mächtigen Stürmen
wollte lodernde Feuer
spüren in mir
mit meiner Liebe
Leben formen
mit meinem Herzschlag
sein bei Dir
Du warst meine Geige
du warst mein Spiel
mein Weg, mein Wunsch
Du warst mein Ziel :
die Zeit ändert Leben
Leben die Zeit [...]

Wasser und Wind

Sonntag, den 9. November 2008

 
Wasser und Wind
 
Wenn du nach Hause
kommst spielen wir
Wasser und Wind
Du bist das Wasser
ich der Wind
du bist fließend
ich bin wehend
du bist überall
ich bin  irgendwo
im Nirgendwo
ich werde von dem Wasser trinken
du wirst den Sturmwind spüren
gemeinsam werden wir
zu einem Fluß werden
und kein Wort darüber
verlieren
dass wir die Rollen
getauscht haben
denn
ICH bin das Wasser
und
DU der Wind
 
(c)   Ursa  11/08

Klinik-Herbst-Alltag

Freitag, den 24. Oktober 2008

.
so wirft er sie uns
nun ins Leben
der   H e r b s t
diese grauen Tage
mit nebelverhangener Sonne
und regennassen Gesichtern
die manchmal weinen
grau sind die Gedanken
grau die Stunden
grau das Glück
der Alltag stellt
schonungslose Fragen
gibt Antworten
die keine Säulen mehr haben
nicht tragen
brüchig sind
und nicht mehr nach Blüten
duften
 
das Blut rauscht leiser
durch das Leben
 
(c)   Ursa 10/08

Grenzen durchbrechen

Mittwoch, den 17. September 2008

 
 
Grenzen durchbrechen
 
 
 
das grenzenlos Denkbare
denken
das grenzenlos Spürbare
spüren
das grenzenlos Sagbare
sagen
 
das Leben
grenzenlos
durchdringen
 
 
(c) URSA 10/07